Gastbeitrag: Gibt es noch die „eine“ Piratenpartei?

Gastbeitrag von Stefan @supaheld Schimanowski

Jeder von uns hat seine eigene Sicht auf die Partei. Was ist die Partei und welchen Zweck soll sie erfüllen? Es gab da mal einen gefühlten Konsens, aber wir haben das nie mal irgendwo wirklich nieder geschrieben. Uns hat das Fühlen gereicht, um mit Buzzwords um uns zu werfen.

Wir alle wissen, es gab diese Boomphasen. Die Parteigründer und diejenigen, die dazukamen und bis Anfang 2009 Programm entwickelten und die Partei aufbauten. Diejenigen, die in der Zensursulawelle 2009 hinzu kamen und die Partei veränderten. Dazu gehöre ich. Bewusst war mir die Veränderung nie, aber die Partei hat sich geöffnet und thematisch erweitert. Wir 2009er fanden das gut, was vorher passiert ist, wie das umgekehrt gesehen wird, was ab 2009 passiert ist, weiß ich gar nicht. Aber wir hatten eins gemeinsam, wir kämpften aus Überzeugung für unsere Ziele, für Veränderungen. Dass wir es in absehbarer Zeit in ein Parlament schaffen würden, haben vielleicht nur ganz wenige geträumt.

Wir erzählten an jedem Infostand vom Urheberrecht, von der Bürgerrechtspartei, von Basisdemokratie und der Mitmachpartei. Und dann kam der nächste Mitgliederboom durch Berlin und die anknüpfenden Erfolge. Und wisst ihr was? Ich mag das mit der Mitmachpartei nicht mehr. Was bedeutet denn mitmachen? Sich an (fast) allem beteiligen können, sich einbringen können, neue Sachen anstoßen können? Ja, fein. Was wir nicht gesagt, aber gemeint haben ist doch: mitmachen und sich einbringen im Sinne unserer gefühlten Einigkeit der Dinge. Wir haben durchaus eine Menge tolle Leute neu dazugewonnen, aber auch…andere. Andere, die uns Kraft kosten, weil es aus Sicht der älteren Piraten Müll ist. Chemtrails, Waffenrecht, Welt ohne Geld und andere Verschwörungsfritzen, vielen Dank dafür. Zugemüllte Mailinglisten, Diskussionen über lauter bekloppte Sachen, über Dinge, die eigentlich selbstverständlich für jeden Pirat sein müssen. Dort werden Scientologen willkommen geheissen, mal gibt es Menschen 2. Klasse, die keine Organspenden bekommen sollen. Leute, die die Vorratsdatenspeicherung gut finden, weil sie persönlich nichts zu verbergen haben, Vorstände, die nichts gegen INDECT haben. Was wollen diese Leute eigentlich bei uns? Welche Motivation hatten die, einzutreten?

Ich habe immer damit geworben, dass die Partei nicht exakt zu beschreiben ist. „Die Partei ist nicht das, was man dir erzählt, sondern das, was du daraus machst“. Davon war ich überzeugt. Ebenso war ich überzeugt, dass diejenigen, die eintreten, wissen worum es der Partei grundsätzlich geht. Gefühlter Konsens mal wieder. Das war offenbar ein Irrtum. Klar wird sich eine Partei immer verändern, erweitern, neu ausrichten. Aber ich dachte immer, der Kern der Partei bleibt erhalten, das Gesellschaftsbild, auf dem sich alles aufbaut. Werte, Identität, Ideale, Ideologie (Jehova, er hat Ideologie gesagt), wie auch immer man es nennen möchte, aus meiner Sicht gibt es diese und ich bin nicht bereit, das aufzugeben. Aber was sind diese Werte eigentlich?

  •  Jeder Mensch ist gleich, jeder hat dieselben Rechte. Niemand wird aufgrund von irgendetwas diskriminiert.
  •  Wir stehen für ein möglichst frei gestaltbares Leben aller Menschen. Für eine Gesellschaft sind Regeln notwendig, aber minimal zu halten, um niemanden in seiner Entfaltung zu stören.
  •  Wir sind eine Solidargemeinschaft. Die Stärkeren helfen den Schwächeren.
  •  Grundrechte werden geschützt und gestärkt.
  •  Politische Prozesse und Entscheidungen sind jederzeit möglichst offen und transparent zu gestalten und Betroffene und Interessierte so weitgehend wie möglich zu beteiligen.
  •  Wir verstehen uns als eine weltweite Bewegung.

Wer auch nur einen Punkt davon nicht anerkennen kann, ist aus meiner Sicht falsch in dieser Partei. Und davon gibts immer mehr. Und diese Leute regen uns auf, sie behindern uns bei unserer eigentlichen Parteiarbeit mit ihrem Müll und ihren Ansichten. Ständig tritt jemand von den Guten aus oder ist kurz davor. Und mit jedem einzelnen davon werden wir noch demotivierter. Mir reicht es, ich habs satt. Wir müssen diese Leuten bekämpfen, aktiv! Es hilft nichts, sich in Massen auf Twitter aufzuregen. Es hilft nix, die ganzen Spinner auf einer Mailingliste in einem Thread in der 177. Mail auseinanderzunehmen. Wir müssen in Massen diesen Leuten sagen: „Hey, du verstößt gegen die Grundprinzipien dieser Partei, deine Meinung wird hier niemals auch nur annähernd eine Mehrheit finden und deine Haltung passt hier nicht her. Geh wieder und komm nicht zurück.“ Freundlich, aber bestimmt. Auf ROFLCOPTER GTFO würd ich auch nicht reagieren. Aber wir sind viele, wir sind Gescheite und wir wollen etwas erreichen. Also gehen wir es an.

70 Gedanken zu „Gastbeitrag: Gibt es noch die „eine“ Piratenpartei?“

  1. Ich würde noch einen Punkt hinzufügen, der zwar nicht formal beschlossen wurde, aber in früheren Zeiten in vielen Diskussionen aus meiner Sicht immer wieder durchschien:

    – Wir machen keine Politik aus einem Bauchgefühl, sondern wir wollen lernen, uns der Wissenschaft zu bedienen, aber nicht einfach Experten glauben, sondern selbst auch komplexe Probleme verstehen und niemals eine Entscheidung aus einer gefühlten Vernunft heraus treffen.

    Mein Eindruck war, dass diese Haltung insbesondere der Abwehr der Politiker diente, die auf das Internet vor allem mit Angst und Abwehr reagiert haben, ohne es indes zu verstehen oder auch nur über rudimentäres Wissen zu verfügen. Irgendwie ging es damals darum, dass politische Entscheidungen informiert zu treffen sind und das es gerade hierfür Transparenz braucht. Das scheint verloren gegangen zu sein.

  2. Ich stimme dir grundsätzlich zu. Allerdings finde ich es als Pirat der 3. Generation ein bisschen schade, dass du so stark zwischen den 2007er und 2009er Piraten und den „Neuen“ unterscheidest. Denn meiner Erfahrung nach sind gerade viele „Altpiraten“ mit Schuld an dem Zustrom von komischen Leuten. Gerade von dort erlebe ich immer wieder die Anwendung des Voltaire Zitats zur Meinungsfreiheit zu den unmöglichsten Gelegenheiten. Es gibt da viele die im Sinne der Basisbeteiligung und der Meinungsfreiheit auch den absurdesten Ideen in der Piratenpartei ein Forum bieten. Auch bei diesem Grundkonsens, den du aufstellst, bin ich mir leider nicht sicher ob der von allen „Altpiraten“ getragen wird. Den ein oder anderen Ex-FDPler und „Kerni“ habe ich auch schon getroffen, der das mit der Solidargemeinschaft nicht so klar sieht wie du.

    Trotzdem ein guter Beitrag. Ich würde mit wünschen, dass der Begriff „Mitmachpartei“ besser definiert wird. Jeder kann erst einmal bei uns überall mitmachen. D.h. aber nicht, dass jeder überall mitmachen muss oder längerfristig darf.

  3. Hey,

    das ist ein schoener Post, der zusammenfasst, was ich in letzter Zeit immer haeufiger denke [auch bekannt unter „ist das noch meine/die richtige Partei fuer mich?“]. Insofern bin ich zumindest erfreut, das anscheinend nicht als einziger so zu sehen…

  4. Hallo Stefan,

    ich stimme dir durchweg zu, so empfinde ich das derzeit auch. Aber in einer Sache möchte ich dir wiedersprechen: Du wirfst „Waffenrecht“ in einen Topf mit „Chem Trails“ Spinnern und dergleichen. Das finde ich unfair.

    Ich bin 2009er Pirat, fast 4 Jahre dabei. Ich bin dabei wegen den Punkten, die du aufgeführt hast. Mir persönlich sind dabei drei Punkte ganz ganz wichtig:

    * Jeder Mensch ist gleich, jeder hat dieselben Rechte. Niemand wird aufgrund von irgendetwas diskriminiert.
    * Wir stehen für ein möglichst frei gestaltbares Leben aller Menschen. Für eine Gesellschaft sind Regeln notwendig, aber minimal zu halten, um niemanden in seiner Entfaltung zu stören.
    * Grundrechte werden geschützt und gestärkt.

    Und genau DESWEGEN engagiere ich mich im Thema Waffenrecht.

    Aber ansonsten stimme ich dir voll zu.

    Ich möchte hier auch bitte bloß keine Waffenrechts-Diskussion, ich wollte nur meine Motivation erklären.

  5. Ich verstehe nur zu gut, wie es Dir geht. Und in gewissem Maß teile ich, was Du schreibst. Dennoch hilft es nichts, das Kind mit dem Bade auszuschütten.

    Natürlich wird es immer aufwändiger Einigkeit zu erzielen, je mehr Piraten an Bord kommen. In der Folge wird die Streubreite der verschiedenen Meinungen unvermeidbar immer größer. Und da wir offene Strukturen besitzen und pflegen, kann sich auch jede dieser Meinungen Gehör verschaffen.

    Das macht die Sache mittlerweile schwierig, weil ich nicht nur das zur Kenntnis bekomme, mit dem ich einverstanden bin, sondern gezwungener Maßen auch mit Meinungen konfrontiert werde, die ich auch mal abwegig finde.

    Das ist aber doch nichts anderes als das, was wir gerade vor dem großen Berlin-Hype von den Politikern der anderen Parteien eingefordert haben: Dass sie sich mit unseren Positionen auseinandersetzen, auch wenn sie ihnen nicht passen; dass sie Infrastrukturen aufbauen, die es jedem ermöglichen, sich an sie zu wenden und ihre Sicht der Dinge an den Politiker zu bringen.

    Ich meine, dass wir das aushalten müssen; lernen müssen, zu filtern und uns auch intern mit abweichenden Meinungen auseinander zu setzen. Dazu brauchen wir Wege, möglichst einfach und schnell Meinungslagen abzubilden, damit Themen abgehakt werden können. Da sind wir derzeit soweit ich das sehe auf einem ganz guten Weg, auch wenn es noch nicht perfekt funktioniert.

    Vor allem aber brauchen wir Ausdauer und Toleranz. Wozu imho auch gehört, hinzunehmen, wenn auf MLen Diskussionen laufen, die man sinnfrei findet. Sonst machen wir bald nichts anderes mehr als die Altparteien: Wir delegieren die Politik nach oben, von wo sie dann vorgegeben wird. Das aber fände ich schlimmer als Endlosdiskussionen um Themen, die ich für überflüssig erachte. Letzteres bekommt mein Mail-Client in den Griff. 😉

    1. @Emmanuel,

      zu der „Streubreite verschiedener Meinungen“ möchte ich einmal den schönen Blogpost von @KollegeJansen verlinken: http://kollegejansen.wordpress.com/2012/07/05/ab-wann-ist-man-eigentlich-pirat-ein-erklarungsversuch/.

      Außerdem möchte ich darauf und auf

      Das ist aber doch nichts anderes als das, was wir gerade vor dem großen Berlin-Hype von den Politikern der anderen Parteien eingefordert haben: Dass sie sich mit unseren Positionen auseinandersetzen, auch wenn sie ihnen nicht passen; dass sie Infrastrukturen aufbauen, die es jedem ermöglichen, sich an sie zu wenden und ihre Sicht der Dinge an den Politiker zu bringen.

      noch eingehen: Nein, das ist etwas komplett anderes. Wir sind eine Partei. Wir sind nicht die Gesellschaft. Wir sind keine Plattform für jede spinnerte Idee, wir sind eine Plattform für Politik, die zu uns passt. Wenn wir uns als Piratenpartei gegen Spinner positionieren heißt das nicht, dass wir genauso sind wie die Politiker, die im politischen Diskurs im Parlament(!) uns nicht zuhören. Spinner und Leute mit krass anderer Meinung (z.B. VDS-Befürworter) bei uns nicht zu dulden ist etwas anderes als das, was wir an anderen Politikern kritisiert haben, als sie uns nicht zuhörten.

      1. Wir hatten uns mal auf die Fahnen geschrieben, ideologiefrei die möglichst beste Lösung zu finden. Durch Diskussion. Die setzt verschiedene Meinungen voraus.

        Wir waren mal stolz darau, dass sich aus diesen Gründen jeder bei uns einbringen kann und soll, egal ob Pirat, Freibeuter oder auch Kritiker. Weil nur so offene Diskussion möglich ist.

        Jetzt erleben wir das und plötzlich wollen wir den gleichen politischen Inzest wie die Altparteien, mit denen wir uns jetzt auch schon offen systemisch vergleichen?

        Das fände ich nicht nur schade, das wäre für mich das Eingeständnis des Scheiterns.

        Btw.: Wer definiert eigentlich, was „piratig“ ist, wer „echter“ Pirat ist und mit welchem Recht? Geht das nach Eintrittsdatum? Oder nach Anzahl der Infostandteilnahme oder nach Amt? 😉

        1. Ich befürworte den offenen Diskurs auch ausdrücklich innerhalb der Partei aber dennoch fasst eine Partei zum Beispiel die Meinungsfreiheit enger als es die Gesellschaft tut (siehe die ganze Diskriminierungs-Diskussion). Eine Partei ist nicht das Sammelbecken für alle Strömungen in der Gesellschaft, sie beschränkt sich auf eine Untermenge der Gesellschaft.

          Wenn sich jemand gegen unsere grundlegenden Werte stellt (z.B. „Ich bin für VDS, ich habe ja nichts zu verbergen“) ist meine Antwort darauf am Ehesten „Tschüss, das ist nicht deine Partei“. Grenzen der Piratenpartei zur Gesellschaft versucht Stefan hier in seinem Blogpost herauszuarbeiten (und die 6 Punkte sind ein meiner Meinung nach sehr guter Beitrag zur Diskussion), das ist auch nötig, weil wir das eben – wie im post beschrieben – noch nicht wirklich festgehalten hatten bisher.

    2. Der @supaheld hat eine längst überfällige Debatte angestoßen: Gibt es
      noch die „eine“ Piratenpartei? http://bit.ly/MFnPZG

      Ein Stück weit kann ich mich mit vielen seinen Punkten identifizieren,
      bei mir kommen noch ff. hinzu:

      * Wir sind angetreten, keine „Dagegen“-Partei zu sein, sondern durch
      positive Verstärkung von „guten“ Entwicklungen die Gesellschaft zu
      ändern.

      Beispiel: statt durch Verbote und Einschränkungen die
      Attraktivität des Individualverkehrs zu verringern, sollten wir durch
      Maßnahmen, wie fahrscheinloser ÖPNV die Attraktivität desselben
      fördern.

      Stichworte: Faktenbasiertes Handeln mögl. ideologiefrei, Glaube an
      den mündigen Bürger

      * Wir hatten uns „Denk! Selbst!“ auf die Fahnen geschrieben.
      Gefühlsmäßig vermisse ich diesen Punkt bei vielen Mitgliedern immer
      öfter. Insbesondere geht mir dieses Nachplappern von „political
      correctness“ auf die Nerven. Statt selber Akzente durch Aktionen und
      Aussagen zu setzen, wird jedem Ereignis und Thema von anderen
      hinterhergerannt. Die Impulse müssen aber von uns kommen, nicht von
      aussen

      Stichworte: Glaube an mündiger Bürger, Vernunft, Glaube an Veränderung

      * Piratiges Mandat war mal usus. Wenn sich drei (oder mehr) Leute
      finden, die was auf die Beine stellen wollen, lasst sie. solange sie
      gegen die Grundsätze nicht verstossen, experimentieren. Oft werden
      Ideen und Vorschläge zerredet, bevor diese die Chance hatten geboren
      zu werden.
      In die gleiche Richtung geht dieses „Aber der Vorstand muss mal dies
      oder jenes“. Nein, nicht der Vorstand muß, ihr müsst. Und zwar alle.

      Stichworte: Das Betriebssystem gestalten, Hackerkultur,
      Experimentierfreudigkeit

      * Unser Credo war mal, uns selbst überflüssig zu machen. Gemeint war
      aber nicht, uns so lange kaputt zu spielen, bis wir nicht mehr
      existieren und nur noch negativ wahrgenommen werden.
      Gemeint war, daß „Macht(erlangung) nicht das Ziel ist, sondern der
      Weg“. sprich, wir wollen nicht Leute in die Parlamente bringen, damit
      jeder dort sein Mütchen kühlen kann, sondern weil wir dort daran
      mitwirken, um diese Machtpositionen aufzugeben, also dem Volk mehr
      Mitspracherechte zu geben, die Abhängigkeit der Gesellschaft von
      Berufpolitikern zu verringern.

      Stichworte: Trennung von Amt und
      Mandat, Transparenter Staat statt gläserner Bürger

      * Eine ganz wichtige Erkenntnis, die mich selbst zu den Piraten
      getrieben hat, war die, daß wir uns auf dem Sprung ins
      Informationszeitalter befinden. Daraus leiten sich eine ganze Reihe
      von Hauptforderungen der Piraten ab. Unsere Positionen zu
      Urheberrecht, zu Patentrecht leiten sich daraus ab. Und auf Sachsen
      bezogen ist das Thema Bildung *der* Schlüssel zu Stärkung unseres
      Landes. Und mit Bildung ist die allumfassende, stetige Bildung jedes
      einzelnen gemeint (nicht nur die Schulbildung).

      Stichworte: Informationszugang, Bildung, Informationsfreiheitsgesetz,
      Urheberrecht, Patentrecht, Medienkompetenz.

      * Eines unserer Grundwerte war der Punkt, daß wir den Menschen in den
      Mittelpunkt stellen, gleich, welchen Geschlechts, gleich welcher
      Merkmale, gleich ob behindert oder nicht. Kurzum Teilhabe. Früher
      haben wir uns Gedanken dazu gemacht, wie wir die Gesellschaft ändern
      können, damit Schubladen abgebaut werden und jeder die Chance hat in
      der Gesellschaft mitzuwirken.
      Hier habe ich mich letztens auch ertappt, daß ich selbst für mich
      Schubladen verwendet habe, weil sie einfach nutzbar sind.
      Hier fehlt in letzter Zeit die Gruppe, die ohne Moralin (sonst sind
      wir wieder bei der pc-Scheiße), zeigt, daß es uns ernst ist, andere
      Leute nicht auszugrenzen.
      Beispiele sind, Stammtische und Treffen so zu organisieren, daß im
      Prinzip jedem die Möglichkeit gegeben werden kann, teilzuhaben.

      Umgedreht muß es aber möglich sein, auch in kleineren Gruppen
      konzentriert arbeiten zu können. Man muß nicht überall dabei sein und
      überall mitreden wollen. Man sollte sich die Punkte herauspicken,
      die einem selbst am wichtigsten sind und dort mitarbeiten. Ansonsten
      leidet unsere Arbeitskultur und auch die Arbeitsergebnisse.

      Stichworte: Teilhabe, Priorisierung, Vertrauen

      Denkt mal drüber nach,

      Andreas

      1. Hej Andreas
        das gefällt mir was du schreibst.
        Besonders das hier war auch mein Grund der Piratenpartei beizutreten:
        * Wir sind angetreten, keine “Dagegen”-Partei zu sein, sondern durch
        positive Verstärkung von “guten” Entwicklungen die Gesellschaft zu
        ändern. * Wir hatten uns “Denk! Selbst!” auf die Fahnen geschrieben.
        * Unser Credo war mal, uns selbst überflüssig zu machen.

        und natürlich Deine „Stichworte“:
        Faktenbasiertes Handeln möglichst ideologiefrei, Glaube an
        den mündigen Bürger, Glaube an Vernunft, Glaube an Veränderung
        Das Betriebssystem gestalten, Hackerkultur, Experimentierfreudigkeit
        Trennung von Amt und Mandat,
        Transparenter Staat statt gläserner Bürger
        Informationszugang, Bildung, Informationsfreiheitsgesetz,
        Urheberrecht, Patentrecht, Medienkompetenz.
        Teilhabe, Priorisierung, Vertrauen

    3. Volle Zustimmung! Auch wir sind ein Querschnitt durch die Gesellschaft und nichts kann uns davor schützen, missverstanden zu werden.
      Jeder kann nach seinem Verständnis projizieren und mit Toleranz und dem Bemühen, Verständnis zu zeigen (nicht immer und nicht für alles selbstverständlich) müssen wir das aushalten!
      Ich habe gelernt, (BPT in Neumünster), dass Außenseiter, die wirklich nicht in die Partei passen,
      nicht „hochkommen“, auf Dauer nicht mitarbeiten, mitplanen oder mitorganisieren können!
      Ich vertraue immer noch auf unsere Schwarmintelligenz und die daraus resultierende Selbstreinigungs-Kraft!
      Die alten unveränderten Grundsätze der Partei ändern sich nicht durch ein erweitertes Programm oder mehr Mitglieder! Es gibt genug Piraten, für die diese Grundsätze wichtig sind,die danach arbeiten und sie nicht aus den Augen verlieren! Das beziehe ich eindeutig auf die Piraten der Anfangsphase wie auch Piraten, die kontinuierlich bis heute dazugekommen sind!
      Neu in der Partei zu sein heißt nicht automatisch: anders zu sein oder nicht zu wissen, was die unveränderbaren Ziele sind und mit aller Kraft dafür zu arbeiten!
      In diesem Sinn bitte ich alle, sich nicht entmutigen zu lassen, nicht aufzugeben, denn: Wir schaffen das!
      Samy

  6. Im Prinzip ist es bei der Piratenpartei wie in jedem anderen Verein, in jedem Forum, in jeder Organisation: Je mehr Leute es werden, umso mehr driftet das Niveau Richtung Mainstream, werden die Positionen, die mal den Kern ausgemacht haben, immer weiter verwässert und rücken an den Rand. Und die, die mal für diese Positionen eingestanden sind, werden frustriert und verlassen traurig ihre einstige Wirkungsstätte. Wodurch das Niveau noch mehr driftet Richtung Mitte und darüber hinaus. Deswegen ist es so wichtig, niemals das Feld zu räumen und nachzugeben und die Mailingliste abzubestellen, sondern aktiv weiterzukämpfen, um die Themen und Haltungen wieder in den Mittelpunkt zu rücken, was einem wichtig ist.
    Die Frage ist das wie. wichtig ist auf alle Fälle, dass sich niemand, dem es wichtig ist, sich zurückzieht, sondern jetzt extra aktiv mitmacht.

  7. Ich probier mal einen gegenteiligen Sensibilisierungsansatz:

    “Die Partei ist nicht das, was man dir erzählt, sondern das, was du daraus machst”

    Politische Prozesse und Entscheidungen sind jederzeit möglichst offen und transparent zu gestalten und Betroffene und Interessierte so weitgehend wie möglich zu beteiligen.

    Wir sind eine Solidargemeinschaft. Die Stärkeren helfen den Schwächeren.

    Grundrechte werden geschützt und gestärkt.

    Folgst du diesen, deinen Worten durchgängig?

    Wo ordnest du da ein, dass es einen allgemeinen Konsens einer großen Merhheit gibt, nachhaltige Energieversorgung sicher zu stellen. Und dannoch lassen wir zu, dass es eine Nukleria gibt. Menschen, die eine eigene, abweichende Meinung zu dem Thema haben und es wagen, diese auch noch öffentlich zu verbreiten. Ist eines der Grundrechte nicht mal die Meinungsfreiheit gewesen? Ist das nicht auch einer der Gründe, warum wir mehr Demokratie fördern wollen und mehr Beteiligung in allen Ebenen wollen? Mehr Teilhabe, mehr Meinungen, mehr Offenheit, mehr Diskussionen um die Sache mit allen verfügbaren Argumenten? Das schreibst du doch auch.

    Ja, es gibt jetzt Waffenbesitzer, die in der Partei sind und es auch offen sagen. Der Unterschied heute ist wohl nur im letzten Teil. Mit Sicherheit gab es vorher schon welche. Wo ist das Problem einer Demokratie, offen darüber zu diskutieren? Wollen wir nicht verändern durch Überzeugen und Belegen? Stromlinie und Basta waren nie die Prinzipien der Partei und sollten es doch auch nicht werden, oder? Wo ist denn das Ding, bestimmte Diskussionen zu führen und die „große/grobe Parteilinie“ irgendwann zu erfassen? Warum darf Mensch nicht mehr „die andere Seite“ hören? Was hat das noch mit Demokratie und Meinungsfreiheit zu tun? Hallo Grundrechte…? Wie wollen wir überzeugen, wenn wir die Gegenargument und anderen Ansichten nicht hören wollen? Und was unterscheidet die Partei damit von den anderen?

    Was ist mit den Diskussionen über Grundelemente wie bestimmte Software oder auch Visionen a la BGE? Ist es offen, wenn Bürger ™ zu den lokalen Treffen kommen und kritische Fragen stellen, diese mit „nicht unsere Linie und Tschüß“ zu beantworten? Wo ist der Unterschied zwischen Bürgern/Interessierten, die 1x, 10x oder seit 2 Jahren kommen und irgendwie mitmachen oder mitdiskutieren wollen? Was ist das akzeptable Modell der Partizipation und der fremden Meinung?

    Ja, verdammt. Politik ist anstrengend. Schon immer gewesen und sie wird es bleiben. Ein ganz großer Teil dabei ist die Überzeugungsarbeit und der Umgang mit „Gegnern“ und Kritikern auf thematischer Ebene. Völlig schnuppe ob es ein möglicher kritischer Wähler ist, oder Andersdenkende innerhalb der Partei.

    Überzeugen, warum die eigenen Ideen besser sind, als die der anderen gilt immer+überall. Die Überzeugung kann auf vielen Wegen erfolgen. Wissenschaftlich ist eine Variante. Eine andere ist das soziale und moralische Weltbild, das man vertreten möchte. Partizipation von Kindern, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationshintergrund ließen sich finanztechnisch/wissenschaftlich sogar ablehnen und belegen (Aufwand/Nutzen). Dies entspricht aber nicht unserem bzw. meinem sozialen Weltbild. Also versucht man hier und da die Menschen von „seinen“ Konzepten zu überzeugen und mehr Menschen davon zu überzeugen. Die schon überzeugten in seiner Filterblase nochmal zu überzeugen oder sich zu bestätigen, ist mMn weniger sinnvoll. Warum also steht man stundenlang draußen und redet mit anderen? Über BGE, über VDS, über Wahlrecht, über Transparenz, über…

    Die anderen sind doof, weil ich das anders sehe, darf letztendlich doch aber kein Argument sein. Lass sie doch einige Leute sein und ihre 10 Argumente(?) vorbringen. Überzeug den Rest mit 100 Argumenten, warum das Erste abzulehnen ist und das Zweite besser. DAS ist doch erst der Umgang mit Meinungsvielfalt. Die Diskussions- und Streitkultur ist noch stark ausbaufähig… Und Twitter ist mit Sicherheit nicht das geeignete Mittel dafür. Selbst Mailinglisten sind problematisch. Reden, argumentieren, im echten Leben die Meinung kundtun und dafür eintreten – das funktioniert, wird aber viel zu selten praktiziert. Shitstorm und öffentliches Lästern wegen Eierstempeln? Gleiches, weil irgendwer der Meinung ist, Schießen ist toll? Gleiches weil einer sagt, ich will halt in Spielen rumballern und seh das sogar noch als Sport an? Oder da plötzlich nicht mehr? Argumente, Diskussionen, Abstimmungen auf Parteitagen und speziellen Events sollten meiner Meinung nach die Grundlage politischen Handelns sein. Und je mehr Meinungen, Ideen und Ansätze vorhanden und abgewogen sind, um so stabiler ist nachher die Mehrheit. Auf welcher Grundlage wollen wir ein Thema angehen? Überzeugungen+Argumente abwägen+Analysen oder weil man vorher komische Ideen verdrängt hat? Verschweigen, shitstormen, auslachen und durch personell kleine Gruppen vorgeben möchte ich nicht als Grundlage für Entscheidungen haben. Niemals.

    Ihr dürft meiner Meinung sein oder geht. empfinde ich als extrem problematisch.

    Und ja, diese Diskussion würde ich konkret mit jedem Menschen führen, der austreten will, weil andere mit „komischen Ideen“ daherkommen! Immer, immer wieder. Auch mit denen, die meine Ansätze hier und da komisch finden 😉 Das mit steigender Themenvielfalt die Überschneidungen wechseln und ich nicht immer mit jedem 100% übereinstimmen kann, ist hoffentlich auch klar und zukünftig eingeplant!? Überzeugen und argumentieren empfinde ich als besseres aktives Vorgehen, auch wenn ich in bestimmten Zeiten an bestimmten Orten ein Teil einer Minderheit bin (nicht die genannten Themen).

    1. „Ihr dürft meiner Meinung sein oder geht“, das hat Stefan so nicht gesagt.Wenn es nur um den Austausch von Meinungen ginge, wäre ich bei dir. Aber wenn diese Leute die aktive Arbeit behindern, weil sie die Mailingliste zuspammen und aus einer Arbeitsliste einen Debattierclub (meist nicht mit den Kernthemen, das wäre ja okay) machen, ganze Parteitage vereinnahmen, andere Neumitglieder verschrecken, Pressemitteilungen torpedieren, aber nirgendwo wirklich produktiv mitarbeiten – dann sieht es wieder anders aus. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das wir nicht aufgeben dürfen. Aber dass die Partei im geballten Quark steckenbleibt, will niemand.

      1. Mir reicht es, ich habs satt. Wir müssen diese Leuten bekämpfen, aktiv! Es hilft nichts, sich in Massen auf Twitter aufzuregen. Es hilft nix, die ganzen Spinner auf einer Mailingliste in einem Thread in der 177. Mail auseinanderzunehmen. Wir müssen in Massen diesen Leuten sagen: “Hey, du verstößt gegen die Grundprinzipien dieser Partei, deine Meinung wird hier niemals auch nur annähernd eine Mehrheit finden und deine Haltung passt hier nicht her. Geh wieder und komm nicht zurück.”
        (letzter Absatz)

        Für mich hat er das an genau dieser Stelle gesagt. Bekämpfen und geh wieder sind recht klare Aussagen für mich.
        Mit Argumenten entgegnen: Ok. Zum Gehen auffordern: No go. (Ich gehe davon aus, wir reden hier noch immer über demokratische Themen und Verhaltensweisen.)

        Die Frage ist doch irgendwie, wie sie andere konkret behindern. Nehmen wir spontan mal die Aktion mit den Waffen. Ehrlich gesagt, gab es bisher die AG Friedenspolitik. Aber hast du dich da mal umgehört? Wie hoch ist deren ernst-nehm-Faktor bisher? Sie waren ja faktisch ein wenig der radikale Friedensflügel der AG Außenpolitik. Nun kommen irgend welche Leute daher, die selber Schützen sind und ihr Thema politisch einbringen wollen und gründen gemäß unserer offenen Arbeitsstruktur eine AG. Ok. Laut Wikipedia sind also Teile von ca. 1,7 Millionen Bundesbürgern auch bei uns in der Partei – jetzt nicht so unwahrscheinlich oder überraschend. Und diese Teile haben sich organisiert, um ihre Ideen darzulegen. Aber wem haben sie denn damit geschadet? Wir haben bisher diesbezüglich keine klare Aussage getroffen. Also bietet sich die Möglichkeit, die eigenen Meinung einzubringen. Und es gibt gegenteilige Meinungen. Teile davon werden auch immer mal wieder in LQFB abgestimmt und einige kommen durch. Aber genau das ist doch die Pluralität, die für die Gesellschaft gewünscht wird, oder? Ich will jetzt nicht groß orakeln, aber schätzungsweise dürfte von mehreren Seiten in Bochum was dazu kommen. Und dann wid man sehen, ob die Piraten in der Tendenz eher pro oder kontra Waffenbesitz o.ä. sind.
        Richtig spannend wird die Diskussion übrigens dann, wenn du diese Sportschützen mit Ego-Shootern (aka „Ballerspiele“ 😉 ) in Beziehung setzt. Das war 2009 doch durchaus auch eines Themen, wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt.

        Der einzige Nachteil: Ja, es entsteht dadurch zusätzliche Arbeit. Aber warum denn? Weil wir in der vergangenen Zeit zu diesem Punkt noch nichts getan haben. (Als reine Feststellung! Und weil alle Parteien nicht überall schon zu allem was festes niedergeschrieben haben – nicht mal die >100jährigen.)
        Ob und wie weit die bisher recht ungeplante Programmerweiterung jetzt produktiv ist, ist natürlich persönliche Interpretation.

        Den Vorwurf der Vereinnahmung von Parteitagen sehe ich bisher nicht. Beim letzten in Neumünster wäre sogar noch Platz für ein paar thematische Anträge gewesen. Nicht viele, aber ein paar wären gegangen. (Ich halte die strikte Trennung Programm/Personal in unserer Situation für problematischer und zeit-verschwenderischer.) Da das nicht geplant war, hat man die Zeit aber irgendwie anders rumbekommen und den Cheatversuch mit Meinungsbildern probiert.

        Das gleiche gilt für die Mailinglisten. Auf denen, wo ich angemeldet bin/war, erlebe ich das Beschriebene einfach nicht. Ich bin selber kritisch und hinterfrage da Dinge, aber ich erwarte/erhoffe das auch mir gegenüber. Kritik/Nachfragen/Ergänzungen ist auch zwangsläufig kein Blocken, sondern in meinem Verständnis ein Ansatz für Verbesserungen oder tieferes Eintauchen ins Thema. Natürlich unter Beibehaltung der demokratischen Verhaltensweisen und nem anstaendigen Umgang miteinander.
        Zugegebenerweise habe ich solch Dinge wie „Aktiven-ML“ im Land bei uns noch nie aboniert. Man hat mir abgeraten mangels inhaltlicher Tiefe, ich habe es bei Dritten angeschaut und meine Entscheidung nie bereut. Hingegen diskutieren wir im Bezirk über solch Liste zusätzlich zum RL 😉 und irgendwie funktionierts. Ja, es gibt auch irgendwo hin und wieder facepalm-Aktionen drauf (z.B. nem Grafiker der helfen will, wird Geldgeilheit unterstellt), aber die klaren Reaktionen sorgt für mehr Lächeln als für Palmen.

        Vielleicht habe ich auch einfach zu gute Erfahrungen gemacht, als das ich diese Quark-Taktik praktisch nachvollziehen kann und mir fehlen eure Erfahrungen. Allerdings sagt mir meine Erfahrung, dass die meisten Probleme nicht wegen thematischer Differenzen auftreten, sondern schlicht wegen sozialen Defiziten. DIE wird man aber immer haben und kann sie nur mit geeigneter Filterblase umgehen. Die gefühlte Anonymität des Netzes verstärkt sie leider nur ungemein bei einigen.
        (aka Protipp: Rede und mach was mit echten Freunden!) 😉

  8. Ich habe den Mädchen, die am Girls Day die Piratenfraktion besucht haben, die Piraten als klassisch links beschrieben: sozial, liberal, egalitär, international und progressiv. Wie Du schreibst. Können wir jetzt endlich zugeben, dass die Piratenpartei links ist und dieses dämliche Herumgeeiere von manchen Piraten in Anbiederung an die CDU „nicht links, nicht rechts“ sein lassen? Danke. 😉

    1. >>Ich habe den Mädchen, die am Girls Day die Piratenfraktion besucht haben, die Piraten als klassisch links beschrieben: sozial, liberal, egalitär, international und progressiv.

      Dann hast du aber etwas entgegen der offiziellen Parteidarstellung gesagt. Denn die PIRATEN bezeichnen sich selbst als „geradeaus“ (was immer man darunter verstehen mag).

      Du scheinst mit dem „klassisch links“ die Partei ideologisch für eine Richtung vereinnahmen zu wollen.

      1. Ich habe mit weniger Worten reformuliert, was Stefan schrieb. Folge dem Link zu Wikipedia; Politologen definieren nunmal „sozial, liberal, egalitär, progessiv und international“ als politisch links, ob es Dir passt oder nicht. Und die Stimmen in Frankfurt kamen von ehemaligen Wählerinnen und Wählern der SPD und der Grünen, nicht von der CDU. Ich vereinnahme die Partei auch nicht für eine Richtung, ich beschreibe, was ich sehe in einem breiteren Kontext. Wenn man nur auf seinen eigenen Bauchnabel schaut, erscheint er einem halt „nicht links, nicht rechts“. Aufgeklärt ist das nicht.

    2. Wieso sind wir links?
      ich finde nicht.
      Wir sind individualistisch.
      Dies ist für mich das Gegenteil von links. (Wenn man in mehr als 2 Dimensionen denkt)
      Der Mensch, also das Individuum steht bei uns im Mittelpunkt.

      1. Richtig, der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Aber nicht das Ego, sondern alle Menschen. Das nennt sich dann sozial und ist eher links. Rechts steht das Kapital im Mittelpunkt.

  9. Es gibt die vor2009er, die 2009er und die nach2009er … und wer hat mehr recht? Marina!!!
    1. Killerphrase: die frischesten Mitläufer haben die heißesten Herzen!
    2. Killerphrase: klein aber fein!
    3. Killerphrase: der Troll führt!
    Das erste, was ich am Stammtisch gehört habe, war: Leute, die eine Parteikarriere machen wollen, sind hier falsch. Frage an den Vorstand: Was hab ihr so vor? Antwort: Wir geben nichts vor – wir sind sozusagen der Mitmach-Dienstleister. Meine Konsequenz: Engagiere dich hier bloß nicht.
    Das zweite war der Beitritt zu einer AG … Bildung: Hör bloß auf – ich kann es nicht hören – da haste wirklich daneben gegriffen – willst nicht in einer anderen AG mitmachen? Vielleicht Liquid, da brauchen wir Tester???
    Das dritte ist die netzweite Diskussion über persönliche Überlastungen und persönliche Fehlleistungen (ich verzichte auf ein Beispiel, weil das nur zu Hass führt). Aber auch die Parlamentsarbeiten sind bescheiden … vielleicht sollte man doch lieber nicht kandidieren, wenn man keine Ahnung hat oder nur durch das Grillen kommt.
    Zusammenfassung: Ideen und gute Vorsätze alleine haben den vor2009 vielleicht gereicht, weil sie ihrem frustigen Alltag ein wenig Sonne ins Herz strahlen ließen. Die 2009er sind nie angekommen, denn sie suchen immer noch nach dem Sinn (siehe dieser Gastbeitrag). Die nach2009 interessiert das alles nicht; sie wollen Karriere und bloß kein Programm.

  10. Wenn ich nicht voll hinter den 6 Punkten unseres Supahelden stehen würde wäre ich definitiv nicht in der Partei, obwohl ich erst 2010 eingetreten bin, was ich übrigens nicht als Makel erkennen kann.
    Sicher, die Partei hat sich allein in diesen 2 Jahren geändert, es sind mehr Leute gekommen und wir feiern politische Erfolge. Wir diskutieren aber auch über Machtgeilheit und so einen Mist. Sind unsere Parlametarier alle machtgeil? Das sind plumpe Vorurteile. Die Politker in den Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen engagieren sich und haben dabei in der Regel nichts zu gewinnen. Problematischer finde ich da Aussagen wie „Kommunalpoitik interessiert mich nicht“. Wenn man Politik machen will sollte man auch in kleineren Parlamenten zeigen, dass man leisten will. Aber nicht nur unsere Mandatsträger müssen leisten sondern auch die Basis.
    Wir brauchen mehr Beteiligung und Einbezug aller. Möglichst auf Präsenzbasis. Als in Sachen ML geschundener Wetterauer Pirat bin ich mehr denn je de Überzeugung, dass die beste Kommunikation über das persönliche Gespräch läuft. MLs umd Twitter sind bestimmt für die Verbreitung von Terminen und kurzen Imformationen geeignet, sind aner andererseits bestimmt kein Medium um Meinungen auszutauschen. Eim falsch verstandener Satz und das Geschreie geht los. Unforced Error nennt man das im Tennis. Im Gespräch erkennt man die Gesten des E,pfängers und die Reaktionen, das ist im Gespräch immens wichtig. Das nehmen wir uns aber durch kurze Messages, die falsch verstanden werden können.
    Meine Meinung zum Thema ist also unser Kernthemen leben und weitertragen, die alten Parteien in den Diskurs zu treiben und sie mit unseren Themen zu überziehen, unsere Meinungsbildung aber vor allem in Gesprächen voran zu treiben.

    Ich bin Pirat, weil ich kein kleineres Übel wählen wollte
    Ich bin Pirat,,weil ich meinen Kindern keinen Überwachungsstaat hinterlassen will
    Ich bin Pirat, weil ich gleiches Recht für alle möchte
    Ich bin Pirat, weil ich dieses gallische Dorf super finde, auch wenn es machmal schwer fällt darin zu leben

    Und nach 2 Jahren 17 Tagen habe ich noch keine Sekunde bereut, diesem chaotischem Haufen beigetreten zu sein.

  11. Also erst mal muss es heissen „Alle Menschen sind gleich“ und nicht „Jeder Mensch ist gleich“, weil ein einzelner nicht gleich sein kann, sondern nur mehrere. Zweitens sind selbstverstaendlich (!) nicht alle menschen gleich und sollen es auch nicht sein. (Naja, wenn sie tot sind kann man sie vielleicht als gleich ansehen, aber das ist wohl nicht der punkt ;-).
    Ansonsten find ich die werte eigentlich gut.
    Leider muss ich sagen dass es etwas gibt, was mich bei den piraten noch mehr nervt, als leute, mit abweichenden meinungen/werten (denn das sind nicht sooo viele). Naemlich inkompetenz. In bezug auf diskussionskultur, kommunikationsfaehigkeit, mediennutzung, usw.
    Anderen meinungen kann man mit argumenten begegnen. Aber was macht man, wenn einer schlicht zu bloed ist, sich ueberhaupt mit argumenten auseinanderzusetzen? Das ist jetzt natuerlich keine besonderheit unserer partei sondern ein gesamtgesellschaftliches problem. Aber durch das jeder-kann-mitmachen wirkt es sich schon ziemlich haeufig stoerend aus.
    Klingt arrogant, aber auch da sind wir nicht alle gleich: manche sind bescheiden, manche eben nicht 😉

  12. Guten Tag.

    Zitat: „Wer auch nur einen Punkt davon nicht anerkennen kann, ist aus meiner Sicht falsch in dieser Partei.“

    Seht Ihr: genau das ist der Grund, warum ich noch gar kein Mitglied bin.
    Intoleranz, Kompromißunfähigkeit, Haudraufrhetorik – exakt so kommt das nämlich bei mir an.

    Mal zu den Aufzählungspunkten:

    Der Hauptpunkt, dem man IMHO schlicht nicht zustimmen KANN, wurde andernorts schon mehrfach genannt: „Jeder Mensch ist gleich, …“.
    So ist es halt nicht – und etwas so evident unzutreffendes sollte man IMHO auch nicht niederschreiben.
    „JedeR Mensch ist gleichwertig und gleichberechtigt, JedeR verfügt darüber hinaus über eine natürliche Würde, die nicht veräußert oder abgelegt werden kann – nicht einmal aus eigenem, freien Willen.“
    = So in der Art gäbe das „ein Stück“, IMHO.
    Da mir die Sache es wert ist, riskiere ich den Unmut des Autoren: der gesamte Absatz ist nicht sehr elegant und teils auch nicht glücklich formuliert.
    Beispiel:
    „Wir sind eine Solidargemeinschaft. Die Stärkeren helfen den Schwächeren.“ – das ist, wie alles, gut gemeint.
    Scheibt aber „die Starken“ und „die Schwachen“ fest. In wirklichen Leben verändert und verschiebt sich da aber oft so einiges …!
    Und – in der Tat – je nach dem was wirklich passiert im Leben: so manches Mal sind es die vermeintlich „Schwachen“ die just in dem Moment das einbringen können, was den tollen Starken dann doch grad mal fehlt …!!
    Das ginge besser, lebensnäher, fairer.
    Würde das wirklich noch mal überarbeiten (lassen).
    Nichts für ungut und mit Verlaub:
    BukTom
    aka
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.

  13. sorry, aber du offenbarst in deinen gedanken in zwei aufeinander folgenden sätzen die ganze problematik der piraten. du schreibst:

    „Ich habe immer damit geworben, dass die Partei nicht exakt zu beschreiben ist. “Die Partei ist nicht das, was man dir erzählt, sondern das, was du daraus machst”. Davon war ich überzeugt. Ebenso war ich überzeugt, dass diejenigen, die eintreten, wissen worum es der Partei grundsätzlich geht.“

    Ja sagt mal, wie naiv seid ihr denn?

    Woher soll der neu Beitretenden denn wissen, wofür die Partei grundsätzlich steht, wenn du ihm gleichzeitig sagst, dass die Partei für gar nichts steht, sondern er alles hineininterpretieren darf, was er will. Wer sich auf kein festes Programm einigt und das auch nicht dokumentiert und kommuniziert, muss sich doch nicht wundern, dass alle möglichen Spinner allen möglichen Murks hineininterpretieren und mit den beklopptesten Ideen sich auch gern „Pirat“ nennen wollen.

    Ich kann da echt irgendwie nicht verstehen, wie man sich darüber wundern kann. Das ist doch absolut logisch und konnte gar nicht anders kommen. Wenn ich an meine Haustür schreibe „Heute offene Party. Jeder darf kommen“, dann darf ich mich doch hinterher nicht beschweren, wenn dann tatsächlich Jeder kommt und alles mögliche Gesocks auftaucht und auf meiner Party sein will. Ist doch logisch.

  14. Ich vermisse die Punkte „Größtmögliche politische Transparenz“ und „Basisdemokratie“. Das sind für mich die zwei Füße auf denen die Piratenpartei steht.

    Und genau hier muss ich mich fragen was in Berlin passiert. Nichtöffentliche Klausuren? Posten im Geheimen verteilt? Lauer, der schon immer nichtöffentliche Sitzungen wollte, wurde jetzt auch prompt das erste mal gewählt. Und Lauer ist mit Sicherheit kein neuer Pirat.

    Was die neuen Themen angeht… das sind doch nur ein paar. Nicht mehrheitsfähig. Wieso so viel damit beschäftigen? Schon klar dass zu viele Mails nerven. Aber dann reicht doch ein kurzer Kommentar und fertig. Es wurde widersprochen und man braucht keine weitere Zeit investieren. Und gut ist.
    Wenn man sich darauf zu sehr einläßt ist klar dass das ermüdet. Muss aber nicht sein.

    Grüße!
    Sebastian

  15. Ich fürchte mich wirklich vor diesen großen, wortgewaltigen Vordenkern. Da hatten wir schon zu viele! Ich fürchte mich auch vor diesen heiligen Predigten mit Zwangszustimmung und bereits integriertem Urteil!. Die Menschen sind nicht gleich! Sie denken nicht gleich, sie fühlen nicht gleich. Sie haben nur sehr viele gemeinsame Interessen. – Ein selbstbestimmtes Leben in Anstand und Würde! – Ich vertraue auf die wunderbare Intelligenz, die ich zum Beispiel in den Leserbriefen hier und in unserer Zeitung finde. Aber große Vordenker? Ansprachen über zu viele Zeilen? Man sollte sich selbst begrenzen und der Wortflut Einhalt gebieten. Es ist in den letzten Hundert Jahren zu viel geschrieben, zu lange geschrieben, zu viel geredet, zu laut geredet worden.

  16. Dieser „Festlegungswille“ hat sich auch andernorts lesenswert manifestiert:
    http://kevusch.wordpress.com/2012/04/22/wieso-die-piratenpartei-nicht-ideologiefrei-ist-und-es-auch-nicht-sein-sollte/
    Dass sich früher oder später etwas herauskristallisieren wird, ist nicht die Frage. Später ist mir persönlich lieber. Ob Aus- und Abgrenzungswünsche, Angst vor Veränderungen der Schwerpunkte, Angst vor Austritten von Weggenossen usw. die Motivationsquelle für so einen Diskurs sein sollten? Für mich hört sich das eher so an, dass mancher da etwas „ausgebrannt“ ist. Ich hab für mich gewisse Themen „abgehakt“ im Laufe meines Lebens (z.B. besagtes Faß mit Scientology und ihren hinterhältigen Methoden), nachdem ich mich damit intensiv beschäftigt hatte. Neue Argumente/Aspekte höre ich mir aber immer wieder auch gerne an. Klar möchte man sich nicht gerne ständig „wiederholen“ und „blockieren“ lassen von solchen Wiederholungsschleifen. Aber Politik hat nun mal auch viel mit „Wiederholungen“ zu tun und mit viel Ausdauer. Wer sich zu sehr „auspowert“, wird sich da eine Auszeit nehmen wollen irgendwann, möglicherweise auch austreten/abtauchen (oder gar nicht erst eintreten oder innerlich „emigirieren“). Aber ich setze darauf, dass derjenige dann auch wieder den Weg zurück finden kann, wenn er/sie sich „regeneriert“ hat. Wir sollten uns nicht von unseren Ängsten leiten lassen, sondern von Vertrauen auf Vernunft und „Schwarmintelligenz“ 😉

    Ich plädiere für „locker bleiben“. Laßt uns lieber mal ne „Acta ad acta gelegt“-Party schmeißen und „Erfolge“ feiern. Immerhin haben wir dazu beigetragen, ein Europafinale zu gewinnen 😉

  17. Ahoi,

    ich finde es als jmd. der seit 2008 die ML’s liest und seit Juli 2009 aktiv ist ein bissl unfair alles negative auf die 3./4. Generation zu schieben. Chemtrails und andere VT waren schon „immer“ Gesprächsthemen auf den Listen. Auch das Gedankenengut der absoluten Meinungsfreiheit wird schon min. seit 2008 (wie es 2006+2007 war weiß ich nicht) von einer großen Gruppe innerhalb der Piraten gefördert. Wo ich dir jedoch zustimme ist die zunehmende Geringsschätzung unserer Kernthemen deren Vertreter in den Medien gar als „Realo-Pirat“ bezeichnet wird. m( Themen wie Urheberrecht und Überwachungsstaat rücken immer mehr in den Hintergrund. Auch habe ich das Gefühl, dass viele aus der „3. Generation“ nur sich engagieren da sie auf ein Mandat spekulieren. Was an meiner Befürchtung dran ist wird sich dann nach den Aufstellungsversammlungen zeigen.

    viele Grüße
    Simon

  18. Ich finde den Beitrag ein wichtiges Statement, wenngleich ich auch nicht allem zustimme. Wichtig finde ich es, weil anschliessend darüber diskutiert wird.
    Dieses komische Gefühl habe ich auch zuweilen, wo ich dann denke: Quo vadis, PP?
    Aber bedenke bitte, würden wir uns in unserem Einheitsbrei bewegen, hätten wir keine Gelegenheit, mit anderen Meinungen als der eigenen konfrontiert zu werden, gäbe es keine Auseinandersetzungen, könnten wir uns viel weniger weiter entwickeln (jeder Einzelne, im politischen Kontext). Durch Diskussionen erlange ich Erkenntnisse, die ich davor nicht hatte, oder meine Meinung wird bestätigt, und zwar viel stärker als wenn mir immer alle beipflichten. So gesehen sind Themen wie Scientology eben wichtig, um die eigene Position dazu zu hinterfragen, zu ändern oder zu stärken. Wobei das dann eine persönliche Entscheidung ist, wie und ob man mit derartigen Themen/Diskussionen umgeht, sich einbringt oder raushält.
    Und nicht zuletzt hilft es beispielsweise mir, meine Zugehörigkeit immer mal wieder zu hinterfragen. Nur so bekommt diese Zugehörigheit imho eine beschreibbare Qualität, wenn ich trotz Reibung zu dem Schluss komme, dass es richtig ist.
    Und weisst du was? Ich bin auch seit 2009 dabei und ich bin auch zuweilen genervt und ratlos, aber ich bin auch nicht bereit diese wunderbare Idee den „anderen“ zu überlassen. Also stelle ich mich hin, und widerspreche. Immer wieder aufs Neue. Nur wenn ich merken würde, dass ich die Einzige bin, die noch widerspricht, würde ich das sinkende Schiff verlassen. Derzeit sehe ich es aber nicht sinken, höchstens etwas schlingern.
    Meine Idee von der Piratenpartei ist nach wie vor, wir wollen nicht regieren sondern die anderen Parteien so lange nerven, bis sie Zugeständnisse machen weil sie entweder aus ihrer Lethargie erwachen, wir einzelne in diesen Vereinen bestärken, auch mal den Mund aufzumachen oder weil sie ganz einfach Verlustängste haben. Letztere Motivation ist zwar nicht schön, aber wenn es nur darüber geht habe ich keine Skrupel, dies auszunutzen. Wir wollen Nichtwähler animieren, sich politisch einzubringen und wir wollen ein Gegengewicht schaffen zur etablierten Parteienpolitik. Dafür müssen wir eventuell Zugeständnisse machen, diese aber auch sorgfältig hinterfragen, bevor wir sie eingehen.
    Und wir wollen ein Betriebsystem neu installieren oder wenigstens das bestehende upgraden, nicht ein Programm liefern. Das ist mein Verständnis dieser Partei (grob gesehen).

    Und last but not least nerven mich im Übrigen auch jene, die die Partei nach links zerren. An dem Ufer wollte ich nämlich auch nicht stranden.

    1. @ Birgit
      du sagst:
      „Und last but not least nerven mich im Übrigen auch jene, die die Partei nach links zerren. An dem Ufer wollte ich nämlich auch nicht stranden.“

      Na, dann wärst du doch besser in der FDP geblieben …

      Was soll den bitte das geschwafel von „Wir verorten uns nicht in der Parteienlandschft“?
      Die Gesellschaft erledigt das schon für „UNS“ (darf ich nicht sagen weil ich ja gar kein eingetragenes Mitglied bin. Genau aus dem Grund nicht links sein zu dürfen bei den Piraten, btw.)

      Wo bitte außer „links“ soll man sich verorten wenn man eine gerechte und egalitäre Gesellschaft will? Dank für den Einwand von „Martin Kliehm“.
      Wer das bei den Piraten wegreden will macht sich absolut lächerlich! Der CDU/SPD bei diesem „Wir sind die Mitte-Palaver“ den Rang ab laufen zu wollen ist die Steigerung, nämlich dämlich. Oder eben nicht wenn man die Piraten unterlaufen will … UND GENAU DAGEGEN MÜSST IHR EUCH WAPPNEN!
      Toleranz funktioniert in der derzeitigen Gesellschaft leider nicht unbegrenzt. (Wer das jetzt im Kontext nicht verstehen will: Fuck you!) Ihr könnt nur bestehen und was erreichen wenn ihr die VOLLHONKS und die V-Leute ausgrenzt! ES IST KEINE ZEIT JEDEN DEPPEN SICH TOTREDEN ZU LASSEN! …

      und an den STEFAN der weiter unten die NAZIKEULE schwingt: ARSCHLOCH!

      Das ist sowas von daneben. Da kann man nur noch Krieg assoziieren. Und in einem solchen kommt man mit Wattebäuschchen leider nicht weiter.

      Wer das alles nicht total von sich weißt möge mal Ignacio Ramonet über Castro lesen…

      So und nächstens gucke ich mir mal einen Piraten-Stammtisch an. Evtl. mach ich dann doch mit. So als Partei interne (hier darf jetzt jeder einsetzten was er will. SA, SS, Gestapo, FBI, CIA, Stasi)

  19. Jan, die Satzung der Piratenpartei ist gut. Das Problem ist, sie wird manchmal nicht eingehalten. Du schreibst, „Jeder Mensch ist gleich, jeder hat dieselben Rechte. Niemand wird aufgrund von irgendetwas diskriminiert.“ Aber dann tust du es doch. Warum „Piraten“? Sie stehen außerhalb des Systems! Der Gouverneur ist der Feind, und der will alle Piraten aufhängen. Nur ist der Gouverneur der größte Dieb und Gauner von allen! Die Piraten wissen das! Das muss nur bekannt gemacht werden! Hingegen ist der Versuch, sich dem Gouverneuer anzubiedern, eine Katastrophe, weil die Piraten dann aufhören, zu existieren!

    Die Piraten wollen frei sein, stehen für ein möglichst frei gestaltbares Leben aller Menschen. Regeln müssen diesem Ziel dienen, und nicht verhindern, dass sich Menschen frei entfalten.

    Ja, „Wir sind eine Solidargemeinschaft. Die Stärkeren helfen den Schwächeren.
    Grundrechte werden geschützt und gestärkt.“Aber das muss man wörtlich nehmen, ist keine Auslegungssache! – Man kann dem Menschen, der mit „uns“ (aber dieses „uns“ ist vielfältig und vielschichtig, pluralistrisch!) nicht zu 100% übereinstimmt ausgrenzen. Nur in einer Diktatur stmmen allle scheinbar überein, aus Angst. Das kann nicht das Ziel sein.

    „Politische Prozesse und Entscheidungen sind jederzeit möglichst offen und transparent zu gestalten und Betroffene und Interessierte so weitgehend wie möglich zu beteiligen.“ Das muss aber auch für den Verfassungsschutz gelten. Geheimdienste jeder Art haben in der heutigen Welt nichts verloren!

    „Wir verstehen uns als eine weltweite Bewegung.“Wenn das so ist, dann ist die Basis um so breiter! Zu sagen „Ich bin piratiger als du!“ führt zu nichts.

  20. Sehr geehrte Damen und Herren,
    aus aktuellem Anlaß erlaube ich mir, Ihre geneigte Aufmerksamkeit auf ein sehr wichtiges Thema von übergeordnetem ’piratischen’ Interesse zu lenken:

    Antrag:
    Die Piratenpartei möge eine WPM! beschließen und unverzüglich mit dem Anlegen der entsprechenden WPM!-X beginnen.

    Begründung:
    Die Piratenpartei ist ein Interessenverband von Personen, die sich aufgrund gemeinsamer gesellschaftspolitischer ’Sicht der Dinge’ zusammenschließen, um im Verbund eine politische Teilhabe an der gesellschaftlichen Ausgestaltung der Bundesrepublik Deutschland zu erarbeiten. Hierzu findet im Rahmen der politischen Ausrichtung ein interner Meinungsbildungsprozess zu verschiedensten gesellschaftlichen Themen statt, der, sobald punktuell abgeschlossen, möglichst zielgerichtet nach außen artikuliert wird. Zu diesem Zweck tritt die Piratenpartei in Konkurrenz zu anderen politischen Parteien zu Wahlen an. Insofern stellt die Piratenpartei im Vergleich zu anderen politischen Parteien und Gruppierungen kein gesellschaftspolitisches Novum dar. Die Unterschiede finden sich viel eher in der programmatischen Ausrichtung, die, wie eingangs erwähnt, in einer gemeinsamen ’Sicht der Dinge’ fußt.

    Da es sich bei der Piratenpartei um eine sozialliberale Gruppierung mit Ursprüngen in der Bürgerrechtsbewegung handelt, ist erwähnte ’Sicht der Dinge’ jedoch keine fundamentale Weltanschauung, wie sie z.Bsp. einer eindeutig stalinistisch ausgerichteten Partei zugrunde liegen würde. Viel eher handelt es sich dabei um ein im Rahmen einer gewissen Tolleranz schwingendes System von Werten und Normen, von denen sich viele um einen emanzipatorischen, partizipativen, egalitären Anspruch in Bezug auf die Organisation sozialen Miteinanders drehen.

    Anders als bei eher fundamentalistisch ausgerichteten Alt-Parteien, deren Bezüge oft in Denkideen und Ideologien des vorvorherigen Jahrhunderts, wie z.Bsp. religiöse Ausrichtung (CDU) bzw. im Beginn des vorherigen Jahrhunders, wie z.Bsp. Sozialdemokratie (SPD) wurzeln, fließen in die Gründungsideale der Piratenpartei auch Denkideen jüngeren und jüngsten Datums ein. Hierzu zählen u.a. neben der Bürgerrechtsbewegung (in Deutschland seit den ca. 1970’er Jahren) auch sehr viel jüngere, eher in ehemaligen gesellschaftlichen ’Parallelkulturen’ gewachsene Ideen, die ihren Ursprung in Szenen der elektronischen Musik (erste Acid-House Partys seit Mitte der 80’er, daraus mit hervorgegangen Techno, sicherlich noch bekanntes Symbol das ☺ ’Smily’) und im Umgang mit Computern/dem Internet (u.a. Hacktivismus seit Anfang 2000) finden.

    Insofern handelt es sich bei der Piratenpartei also nicht nur um die jüngste Partei der Bundesrepublik Deutschland, sondern um die in vielen inhaltlichen Punkten auch zeitgemäßeste.

    Beschaut man sich also diese gesellschaftlichen Ursprünge der Partei, wird schnell klar, dass es sich bei der Piratenpartei keinesfalls um eine sozialpädagogische Einrichtung handelt, deren Sinn und Zweck darin besteht, sämtliche denkbar möglichen gesellschaftlichen Diskurse in ihren internen Meinungsbildungsprozess einfließen zu lassen. So müsste z.Bsp. eine Diskussion darüber, ob Homosexualität als zu heilende Krankheit anerkannt wird, jenseits der Piratenpartei erörtert werden. Und auch der Ruf nach einer ’Reichsregierung’, verbunden mit der Forderung an die Nachbarländer, ’die Deutschen Gebiete’ wieder zurück zu geben (’Schlesien ist unser!’), ist in der Piratenpartei deplatziert: Hierzu finden sich im Reigen der politischen Mitbewerber andere Ansprechpartner.

    Deshalb sollte im Grunde klar sein, dass sich jene, denen es in ihrer politischen Arbeit um ’rechtes’ oder ’neu rechtes’ Gedankengut geht, die revisionistische, verschwörungteoretische oder esoterische Ideen fern ab des Gundgesetzes vertreten oder die sich schlicht eine ’Lösung’ außerhalb des bestehenden Systems wünschen, ihre Ansprechpartner ausserhalb der Piraten suchen müssen.
    Tja, sollte. Aber leider ist dem nicht so. Sicherlich, die Situation ist vielleicht auch nicht ganz so drastisch, wie sie sich beim Lesen diverser Internetblogs darstellt. Doch immerhin: Bereits die fortwährende Diskussion zu solcherlei Themen nervt, denn sie ist durch und durch rückwärts gewandt;- hält von der konstruktiven Arbeit an eigenen Ideen und Lösungen ab.

    Wie konnte es dazu kommen?
    Meines Erachtens handelt es sich dabei schlicht um ein Kommunikationsproblem, dass sich um sehr einfache Worte wie ’Offenheit’ und ’Mitmachpartei’ dreht. Um das zu beschreiben, lohnt der Rückgriff auf ein Beispiel, dass ich in den Kommentaren (von ’ottobrunn’) eines Internetblogs (http://blog.janleutert.de/2012/07/gastbeitrag-gibt-es-noch-die-eine-piratenpartei/) las. Es beschreibt die Problemlage sehr anschaulich:
    “Wenn ich an meine Haustür schreibe “Heute offene Party. Jeder darf kommen”, dann darf ich mich doch hinterher nicht beschweren, wenn dann tatsächlich Jeder kommt und alles mögliche Gesocks auftaucht und auf meiner Party sein will. Ist doch logisch.“

    Ergo: Mit “jeder darf kommen“ war gar nicht “jeder“ gemeint, sonder lediglich “jeder, der diese Botschaft versteht, wie ich sie gemeint habe.“ Ganz einfach. Und doch so schwer.
    (Hierzu bitte lesen: Paul Watzlawick, Wie wirklich ist die Wirklichkeit, Taschenbuch, 252 Seiten, 17 Abbildungen, 12 x 19 cm, ISBN 978-3-492-24319-3, München: Piper Verlag, 9. Auflage, 2011, € 9.95)

    Es ist also notwendig die Kommunikation zu schärfen. Es muss verbindlich geklärt werden, was mit Begriffen wie ’Offenheit’ im Sinne der Piratenpartei gemeint ist und wo sich deren Grenzen befinden. Da sich hieraus jedoch, nicht zuletzt aufgrund der sehr offenen Diskurskultur innerhalb der Piratenpartei, eine sehr langwierige Diskussion entspinnen kann, plädiere ich, angesichts der Dringlichkeit des Problems, für einen kleinen ’Umweg’ in Sachen Problemlösung.

    Die Fromel dazu lautet:
    Ein Kommunikationsproblem ist ein Problem der Sprache, und insofern ist für eine schnellstmögliche Lösung bei der Sprache selbst anzusetzen.

    Infolgedessen spreche ich mich für die innerparteiliche Einführung einer vielleicht etwas unorthodoxen, doch wirksamen ’Wortpolizeilichen Maßnahme’ (kurz: WPM!) aus, die nach dem guten alten “Two Times and You’re Out“-Prinzip geahndet wird.

    Konkret kann sich das Ganze so darstellen, dass ein ’Blacklist’ (WPM!-X) mit Worten erstellt wird, die im parteiinternen Diskurs nicht geduldet (geixt) werden. Wer diese Worte dennoch benutzt, fliegt raus. Die Reglung der WPM! erfolgt über PartG §3(2 ff.) im Zusammenspiel mit (z.Bsp. in Berlin) §13 der Satzung des Landesverbandes der Piratenpartei Deutschlands: Hier ist die WPM! als ein “grundsätzlicher Verstoß gegen die Grundsätze..“ einzufügen.
    Und schon ist das Problem zu weiten Teilen gebannt.

    Ein Beispiel für die Wirkungsweise der WPM!:
    Auf der WPM!-X könnten sich beispielsweise Namen von Funktionsträgern des NS-Regimes befinden sowie Begrifflichkeiten, die eindeutig diesem System zuzuordnen sind. Stellen wir uns also vor, auf der WPM!-X steht irgendwo der Name ’Hitler’. Dies hätte zur Folge, dass Parteimitglieder im parteiinternen Diskurs nach Mitteln und Möglichkeiten suchen müssten, um ihr jeweiliges Anliegen ohne das Aussprechen des Wortes ’Hitler’ zu artikulieren. Das sollte doch eigentlich möglich sein, oder??
    Ferner dürfte man erwarten, dass es Mitglieder der Partei schaffen, ihr Begehren in Diskussionen der Partei ohne die Worte ’Blitzkrieg, Sieg Heil, Fremdarbeiter, entartet, Herrenmensch, Untermensch, Verjudung, Überfremdung, Untermensch, Arier, Deutschtum, Endsieg, Endlösung, Judenfrage, Gau, Gauleiter, SA, SS, GeStaPo, Napola, KDF, Volk ohne Raum, Reichsregierung, Deutschtum, vergasen’, etc. pp. Zu artikulieren. Und, weiter, auch Worte wie ’Titten, Votze, Hure, Schlampe, Neger, Krüppel, Kanacke, Schwuchtel, Finanzknechtschaft, Heuschrecken’ usw. gehören auf die WPM!-X.

    Vielleicht ist das einführen der WPM! und das Erarbeiten der WPM!-X nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber es ist ein zügiger Anfang, vor allem auch dem willentlichen Missverstehen piratischen Sprachgebrauchs ein Ende zu bereiten. Einer, der sich ohne langwierige Diskussion und ohne Zeitverlust über kräftezehrende Einzelfallhilfe für Extremisten umsetzen läßt. Denn wenigstens in parteiinternen Diskussionen muss die Freiheit bestehen, zu jenen zu sprechen, die ’Freiheit’ verstehen, wie sie gemeint ist. Und nur so ist die notwendige Zeit zu gewinnen, sich den wesentlichen Anliegen der Piratenpartei zu widmen.

    Den entsprechenden Antrag im Liquid-Feedback der Piratenpartei Berlins finden Sie hier:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    aus aktuellem Anlaß erlaube ich mir, Ihre geneigte Aufmerksamkeit auf ein sehr wichtiges Thema von übergeordnetem ’piratischen’ Interesse zu lenken:

    Antrag:
    Die Piratenpartei möge eine WPM! beschließen und unverzüglich mit dem Anlegen der entsprechenden WPM!-X beginnen.

    Begründung:
    Die Piratenpartei ist ein Interessenverband von Personen, die sich aufgrund gemeinsamer gesellschaftspolitischer ’Sicht der Dinge’ zusammenschließen, um im Verbund eine politische Teilhabe an der gesellschaftlichen Ausgestaltung der Bundesrepublik Deutschland zu erarbeiten. Hierzu findet im Rahmen der politischen Ausrichtung ein interner Meinungsbildungsprozess zu verschiedensten gesellschaftlichen Themen statt, der, sobald punktuell abgeschlossen, möglichst zielgerichtet nach außen artikuliert wird. Zu diesem Zweck tritt die Piratenpartei in Konkurrenz zu anderen politischen Parteien zu Wahlen an. Insofern stellt die Piratenpartei im Vergleich zu anderen politischen Parteien und Gruppierungen kein gesellschaftspolitisches Novum dar. Die Unterschiede finden sich viel eher in der programmatischen Ausrichtung, die, wie eingangs erwähnt, in einer gemeinsamen ’Sicht der Dinge’ fußt.

    Da es sich bei der Piratenpartei um eine sozialliberale Gruppierung mit Ursprüngen in der Bürgerrechtsbewegung handelt, ist erwähnte ’Sicht der Dinge’ jedoch keine fundamentale Weltanschauung, wie sie z.Bsp. einer eindeutig stalinistisch ausgerichteten Partei zugrunde liegen würde. Viel eher handelt es sich dabei um ein im Rahmen einer gewissen Tolleranz schwingendes System von Werten und Normen, von denen sich viele um einen emanzipatorischen, partizipativen, egalitären Anspruch in Bezug auf die Organisation sozialen Miteinanders drehen.

    Anders als bei eher fundamentalistisch ausgerichteten Alt-Parteien, deren Bezüge oft in Denkideen und Ideologien des vorvorherigen Jahrhunderts, wie z.Bsp. religiöse Ausrichtung (CDU) bzw. im Beginn des vorherigen Jahrhunders, wie z.Bsp. Sozialdemokratie (SPD) wurzeln, fließen in die Gründungsideale der Piratenpartei auch Denkideen jüngeren und jüngsten Datums ein. Hierzu zählen u.a. neben der Bürgerrechtsbewegung (in Deutschland seit den ca. 1970’er Jahren) auch sehr viel jüngere, eher in ehemaligen gesellschaftlichen ’Parallelkulturen’ gewachsene Ideen, die ihren Ursprung in Szenen der elektronischen Musik (erste Acid-House Partys seit Mitte der 80’er, daraus mit hervorgegangen Techno, sicherlich noch bekanntes Symbol das ☺ ’Smily’) und im Umgang mit Computern/dem Internet (u.a. Hacktivismus seit Anfang 2000) finden.

    Insofern handelt es sich bei der Piratenpartei also nicht nur um die jüngste Partei der Bundesrepublik Deutschland, sondern um die in vielen inhaltlichen Punkten auch zeitgemäßeste.

    Beschaut man sich also diese gesellschaftlichen Ursprünge der Partei, wird schnell klar, dass es sich bei der Piratenpartei keinesfalls um eine sozialpädagogische Einrichtung handelt, deren Sinn und Zweck darin besteht, sämtliche denkbar möglichen gesellschaftlichen Diskurse in ihren internen Meinungsbildungsprozess einfließen zu lassen. So müsste z.Bsp. eine Diskussion darüber, ob Homosexualität als zu heilende Krankheit anerkannt wird, jenseits der Piratenpartei erörtert werden. Und auch der Ruf nach einer ’Reichsregierung’, verbunden mit der Forderung an die Nachbarländer, ’die Deutschen Gebiete’ wieder zurück zu geben (’Schlesien ist unser!’), ist in der Piratenpartei deplatziert: Hierzu finden sich im Reigen der politischen Mitbewerber andere Ansprechpartner.

    Deshalb sollte im Grunde klar sein, dass sich jene, denen es in ihrer politischen Arbeit um ’rechtes’ oder ’neu rechtes’ Gedankengut geht, die revisionistische, verschwörungteoretische oder esoterische Ideen fern ab des Gundgesetzes vertreten oder die sich schlicht eine ’Lösung’ außerhalb des bestehenden Systems wünschen, ihre Ansprechpartner ausserhalb der Piraten suchen müssen.
    Tja, sollte. Aber leider ist dem nicht so. Sicherlich, die Situation ist vielleicht auch nicht ganz so drastisch, wie sie sich beim Lesen diverser Internetblogs darstellt. Doch immerhin: Bereits die fortwährende Diskussion zu solcherlei Themen nervt, denn sie ist durch und durch rückwärts gewandt;- hält von der konstruktiven Arbeit an eigenen Ideen und Lösungen ab.

    Wie konnte es dazu kommen?
    Meines Erachtens handelt es sich dabei schlicht um ein Kommunikationsproblem, dass sich um sehr einfache Worte wie ’Offenheit’ und ’Mitmachpartei’ dreht. Um das zu beschreiben, lohnt der Rückgriff auf ein Beispiel, dass ich in den Kommentaren (von ’ottobrunn’) eines Internetblogs (http://blog.janleutert.de/2012/07/gastbeitrag-gibt-es-noch-die-eine-piratenpartei/) las. Es beschreibt die Problemlage sehr anschaulich:
    “Wenn ich an meine Haustür schreibe “Heute offene Party. Jeder darf kommen”, dann darf ich mich doch hinterher nicht beschweren, wenn dann tatsächlich Jeder kommt und alles mögliche Gesocks auftaucht und auf meiner Party sein will. Ist doch logisch.“

    Ergo: Mit “jeder darf kommen“ war gar nicht “jeder“ gemeint, sonder lediglich “jeder, der diese Botschaft versteht, wie ich sie gemeint habe.“ Ganz einfach. Und doch so schwer.
    (Hierzu bitte lesen: Paul Watzlawick, Wie wirklich ist die Wirklichkeit, Taschenbuch, 252 Seiten, 17 Abbildungen, 12 x 19 cm, ISBN 978-3-492-24319-3, München: Piper Verlag, 9. Auflage, 2011, € 9.95)

    Es ist also notwendig die Kommunikation zu schärfen. Es muss verbindlich geklärt werden, was mit Begriffen wie ’Offenheit’ im Sinne der Piratenpartei gemeint ist und wo sich deren Grenzen befinden. Da sich hieraus jedoch, nicht zuletzt aufgrund der sehr offenen Diskurskultur innerhalb der Piratenpartei, eine sehr langwierige Diskussion entspinnen kann, plädiere ich, angesichts der Dringlichkeit des Problems, für einen kleinen ’Umweg’ in Sachen Problemlösung.

    Die Fromel dazu lautet:
    Ein Kommunikationsproblem ist ein Problem der Sprache, und insofern ist für eine schnellstmögliche Lösung bei der Sprache selbst anzusetzen.

    Infolgedessen spreche ich mich für die innerparteiliche Einführung einer vielleicht etwas unorthodoxen, doch wirksamen ’Wortpolizeilichen Maßnahme’ (kurz: WPM!) aus, die nach dem guten alten “Two Times and You’re Out“-Prinzip geahndet wird.

    Konkret kann sich das Ganze so darstellen, dass ein ’Blacklist’ (WPM!-X) mit Worten erstellt wird, die im parteiinternen Diskurs nicht geduldet (geixt) werden. Wer diese Worte dennoch benutzt, fliegt raus. Die Reglung der WPM! erfolgt über PartG §3(2 ff.) im Zusammenspiel mit (z.Bsp. in Berlin) §13 der Satzung des Landesverbandes der Piratenpartei Deutschlands: Hier ist die WPM! als ein “grundsätzlicher Verstoß gegen die Grundsätze..“ einzufügen.
    Und schon ist das Problem zu weiten Teilen gebannt.

    Ein Beispiel für die Wirkungsweise der WPM!:
    Auf der WPM!-X könnten sich beispielsweise Namen von Funktionsträgern des NS-Regimes befinden sowie Begrifflichkeiten, die eindeutig diesem System zuzuordnen sind. Stellen wir uns also vor, auf der WPM!-X steht irgendwo der Name ’Hitler’. Dies hätte zur Folge, dass Parteimitglieder im parteiinternen Diskurs nach Mitteln und Möglichkeiten suchen müssten, um ihr jeweiliges Anliegen ohne das Aussprechen des Wortes ’Hitler’ zu artikulieren. Das sollte doch eigentlich möglich sein, oder??
    Ferner dürfte man erwarten, dass es Mitglieder der Partei schaffen, ihr Begehren in Diskussionen der Partei ohne die Worte ’Blitzkrieg, Sieg Heil, Fremdarbeiter, entartet, Herrenmensch, Untermensch, Verjudung, Überfremdung, Untermensch, Arier, Deutschtum, Endsieg, Endlösung, Judenfrage, Gau, Gauleiter, SA, SS, GeStaPo, Napola, KDF, Volk ohne Raum, Reichsregierung, Deutschtum, vergasen’, etc. pp. Zu artikulieren. Und, weiter, auch Worte wie ’Titten, Votze, Hure, Schlampe, Neger, Krüppel, Kanacke, Schwuchtel, Finanzknechtschaft, Heuschrecken’ usw. gehören auf die WPM!-X.

    Vielleicht ist das einführen der WPM! und das Erarbeiten der WPM!-X nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber es ist ein zügiger Anfang, vor allem auch dem willentlichen Missverstehen piratischen Sprachgebrauchs ein Ende zu bereiten. Einer, der sich ohne langwierige Diskussion und ohne Zeitverlust über kräftezehrende Einzelfallhilfe für Extremisten umsetzen läßt. Denn wenigstens in parteiinternen Diskussionen muss die Freiheit bestehen, zu jenen zu sprechen, die ’Freiheit’ verstehen, wie sie gemeint ist. Und nur so ist die notwendige Zeit zu gewinnen, sich den wesentlichen Anliegen der Piratenpartei zu widmen.

    Den entsprechenden Antrag im Liquid-Feedback der Piratenpartei Berlins finden Sie hier:
    https://lqpp.de/be/initiative/show/1923.html

  21. Es ist schön die eigenen Gedanken von jemand anderem geschrieben zu lesen. Auch mir ist diese Entwicklung sehr bewusst. Ich gehöre selbst zu den 2009ern wie du. Veränderung ist natürlich nicht per se schlecht, aber auch ich finde, dass sich in der Partei mittlerweile ein paar zu viele ‚Esoteriker‘ tummeln, bei deren Inhalten man sich oft gezwungen fühlt, schnell die nächstmögliche Aufschlagmöglichkeit für den Kopf zu finden.

    ABER, das ist eben so in einer allesoffenen Partei. Da läuft einem alles zu. Es fehlt eben noch ein bisschen an durchsetzungsfähigen Personen, die unsere Kräfte davon weg und auf das Wesentliche konzentrieren. Doch insgesamt heißt es eben: damit müssen wir fertigwerden! Und ich denke das können wir. In jeglichem Fall ist wichtig dabei zu bleiben und sich gegenseitig im Vorankommen zu unterstützen.

  22. > Jeder Mensch ist gleich, jeder hat dieselben Rechte. Niemand wird aufgrund von irgendetwas diskriminiert.

    Wer auch nur einen Punkt davon nicht anerkennen kann, ist aus meiner Sicht falsch in dieser Partei. Und davon gibts immer mehr. Und diese Leute regen uns auf, sie behindern uns bei unserer eigentlichen Parteiarbeit mit ihrem Müll und ihren Ansichten.

    Jaja,typische Nazi nummer mal wieder.
    Alle sind gleich,aber du bist gleicher!

    Einerseits behauptest du jeder hat die selben Rechte,um dann Menschen mit einer anderen sicht zu sagen das alles was sie sagen müll ist!

    > Politische Prozesse und Entscheidungen sind jederzeit möglichst offen und transparent zu gestalten und Betroffene und Interessierte so weitgehend wie möglich zu beteiligen.

    Möglichst und möglich? Dazu braucht es keine Piratenpartei ,das machen die Parteien schon immer so,egal ob SPD,CDU,Grüne,FDP oder Linke.

  23. Ich glaube bei Themen wie Chem Trails etc. haben diese Leute ein psychisches Problem. Das ist nicht abwertend gemeint. Warum spricht man nicht mal mit Psychologie/Psychatrieprofessoren über so etwas und fragt wie Sie dort eine Lösung sehen.
    Ich glaube das Anfällligkeit für Verschwörungstheorien vor allem von einer traumatischen Kindheit herrührt. Und vielleicht gibts ja ein Konzept um solche Leute im Dialog etc. ganz sanft in die „normale“ Richtung zu lenken? Ein Profi aus dem Bereich Psychologie/Psychatrie kann da sicher helfen.

  24. Och Stefan,
    ich sage es ganz nett:
    Bist du einfach nur so schlecht informiert?
    Was du da aufgezählt hast, sind ordentliche Trivialitäten und Leerbuchungen.
    Wir Piraten lassen allen ihre Meinung sagen:
    Versuche also noch einmal, aber diesmal mit Substanz
    piratige Grüße

  25. Jeder Mensch ist gleich, jeder hat dieselben Rechte. Niemand wird aufgrund von irgendetwas diskriminiert.

    Allein das ist schon ziemlicher Blödsinn. Menschen sind ganz offensichtlich nicht gleich.
    Wir können zwar festlegen, daß jeder die gleichen Rechte bekommen soll, aber nicht, daß alle gleich sind.
    Wobei man noch dazusagen muß: Gleiche Rechte, so weit wie möglich. Denn absolute Gleichberechtigung kann es nicht geben.

  26. Ein Blick von aussen (bin kein Pirat):

    Mir ist schon klar, dass es schwierig ist, viele Themen zu behandeln, dass dafür Zeit und Ressourcen kaum vorhanden sind und dass Realpolitik (sofern man sich darauf einlässt) auch eine andere Blickrichtung erfordert. Politik ist nicht einfach und wer sich nicht in dieses Metier begeben will, sollte es lieber lassen.

    Die klare Abgrenzung gegen Gewalt, Gewaltverherrlichung, Hetze gegen andere Völker etc. ist völlig in Ordnung und notwendig.

    Ebenso ist es richtig, gegen Störer und Trolle vorzugehen. Störer und Trolle sind aber nicht durch den Inhalt definiert, sondern durch die Art und Weise, wie sie kommunizieren. Dabei würden manche Piraten mit „Kernthemen“ feststellen, dass sie selbst diese Methoden einsetzen.

    Aber andere Meinungen, mit denen man sich noch nicht befasst hat, auf Basis von Stolz und Vorurteilen zu diffamieren (lauter bekloppte Sachen, Verschwörungsfritzen, Spinner …), das ist mir einfach zu billig. Wer diese dann „aktiv bekämpfen will“, betreibt Spaltungspolitik. Will die Piratenpartei eine breite Basis erreichen, wo alle Themen eine Chance haben oder will sie Nischenpartei bleiben, die sich nur bestimmte (Kern-)Themen heraus sucht? Im letzteren Fall würden andere Parteien oder Bewegungen entstehen, die sich den unbequemen Themen annehmen.

    Ken Jebsen wurde in eine Interview einmal gefragt, was er von Chemtrails hält. Dabei sagte er, er könne dazu nichts sagen, weil er sich damit nicht befasst hat. Er sagte nicht, dass er dies für Schwachsinn hielte. Nun, Ken Jebsen ist kein Pirat und auch in sonst keiner Partei. Aber diese Art der Seriosität in der Kommunikation und im respektvollen Umgang mit anderen Meinung ist m.E. die Vorraussetzung für eine Partei, die die verkrusteten Alt-Strukturen aufbrechen und vor allem viele „echte“ Anhänger gewinnen will.

  27. Bye ,bye Stefan .Du schreibst :Wer auch nur einen Punkt davon nicht anerkennen kann, ist aus meiner Sicht falsch in dieser Partei .Vorher hast du andere Menschen ( ja , die Spinner ,die Verschwörungtsheoretiker die sind auch Menschen ) als Müll bezeichnet und danach schreibst du dass jeder Mensch ist gleich , jeder hat dieselben Rechte. Niemand wird aufgrund von irgendetwas diskriminiert.
    Wo bleiben deine graue zellen ?Damit hast du dich praktisch selbst aus der partei katapulltiert .
    Ich bin in diese Partei auch eingetreten ( nach 55 Jahren ohne politik) um junge ,offene Menschen zu treffen die was ändern wollen .Und wem treffe ich ? Neidische , ultrakonservative Piratenparteibesitzern ( Stefan du könntest bei der CSU auch so mitmachen ).Schande .

      1. Ich habe es gelesen .Ich habe es auch verstanden .Piratenpartei=Stefan Schimanowski.
        Aber es ist nicht Wahr.Du bist einer von vielen.

  28. immer wenn jemand unter eine Mail oder Post schreibt „mit piratigen Grüßen“ weiß ich so genau was Stefan meint. ^^

  29. Es gibt nur einen Weg, die Piratenpartei zu retten.

    Kegelclub —> RAUS!
    Grüne —> RAUS!
    Ministerialbeamte —> RAUS!

    Kritisch denkende Menschen —> REIN!

    Besinnt euch auf eure Gründungswerte zurück!

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  33. Ja jestem kolekcjonerkÄ… nietypowych elementów chasrkteryatycznych dla miasta. Seria graffiti na drzwiach jest dość pokaźna, do niej może doÅ‚Ä…czyć graffiti na Å›cianach, do tego kolorowe drzwi, okna, balkony. 🙂

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  35. secondo me quella del talent show è un ottima idea…..cmq siete bellissimi cn il naso da clown…vi adoro….ps. mi piace tantissimo il loro look nell’immagine di coa;itrnp!!!!!!!!!!<3&lte3<3

  36. Yep, tht1#&82a7;s why I stopped being nice and started calling them out. It’s gone beyond where I care about what they purport to think anymore, I just have to call them like I see them. He’s an ass, and he’s got to go.

  37. My mother's old standard: hamburger casserole. Basically, a homemade version of hamburger helper, except with the artery-clogging inclusion of cottage cheese AND cream cheese AND sour cream. Oy.

  38. I don’t normally like online gaming but this one actually looks really cool. Too bad my PC can’t handle it and I don’t have a broadband connection even if it could or I’d try the game. Those screenshots are really awesome, especially the Guardian of Forever one.I noticed they increased the size and shape of the aft section on the Nova-class.

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