Politics

macht kaputt was euch kaputt macht – Google zerschlagen

google-evil
Quelle: http://osarena.net/

Klingt schon einmal gut und populistisch. Mehr aber auch nicht. Die Forderungen unseres Justizministers, nach der Zerschlagung von Google, sind leider nicht mehr als heiße Luft.

In was wollen wir das zerschlagen? Gleich richtig. Dann gibt es eine Google Suchmaschine, GoogleMail und einmal Google Drive. Und jedes für sich ist eine eigene Firma. Was wird passieren? Natürlich nichts.

Die Firmen unterstehen nicht dem deutschen Datenschutz. Und selbst die kartellrechtlichen Voraussetzungen in den USA sind ganz anders als unsere.

Und jetzt mal Butter bei die Fische. Eine Zerschlagung eines US-amerikanischen Konzerns? Bei den dortigen Datenschutzregelungen schieben die sich die Daten eh wieder hin und her. Das Schlimme dann allerdings, der User erfährt es nicht. Man muss Google nicht gut finden. Aber hier jetzt einen Buhmann hinstellen und seine populistischen Forderungen auszulassen ist genauso falsch.

Vor 2 Jahren war eine Bundesratsinitiative aus Hessen im Gespräch – keine Ahnung was daraus wurde – die auf Privatsphäreeinstellungen und deren Defaultwerte abzielte. Solche Aktionen schaffen in meinen Augen ein trügerisches Bild von Sicherheit, welche nicht vorhanden ist.

Die politische Forderung muss doch klar sein – den Menschen Medienkompetenz zu lehren, und sie in die Lage zu versetzen kompetent und selbst zu entscheiden, welche Daten sie welchem Dienst anvertrauen. Hierzu benötigt es aber von der Politik erst mal selbst die Reflexion, sich Medienkompetenz anzueignen.

Also, weiter gehen, hier gibt es nichts zu sehen außer Nebelkerzen.

 

P.S. Ich bin jetzt absichtlich nicht auf NSA usw. eingegangen.

PIratenpartei

BPT 2014.2 – ein kurzer Gedankengang

Ich gehe mittlerweile nur noch auf Parteitage um Freunde zu treffen. In meiner Zeit in der Piratenpartei, habe ich eine Menge davon gefunden.  Also habe ich mich auch dieses mal nach Halle aufgemacht, und den Bundesparteitag besucht, ihn aber nur am Rande wahr genommen.

Der neue Bundesvorstand ist gewählt, und einige sind mit der Wahl unglücklich.  Das ist normal. Es gibt immer eine Seite die unterliegt.

Ich beobachte gerade die Diskussionen auf Twitter und den Blogs. Ich finde es lustig, so zeigt sich doch ein altes Muster. Diejenigen die Sekor gewählt haben, triumphieren gerade, der Rest schimpft rum. Dieses Verhalten ist bereits seit Bingen etabliert.

Es ist immer wieder das gleiche Spiel, nur die Rollen tauschen ab und zu. Dieses Verhalten kann eine Partei auch zerstören – aber vor allem, es bringt keinen weiter. Statt zu ranten sollten alle an einem Strang ziehen. Der Vorstand entscheidet nicht über die politische Ausrichtung und die Piraten haben bereits ein recht progressives Programm.

Will sagen, weg vom Personenkult – hin zu einer inhaltlichen Arbeit unabhängig von den Personen die „oben“ sitzen.

Einen letzten Punkt noch. Ich bin etwas enttäuscht von einigen. Sie legen gerade das gleiche Verhalten an den Tag, welches sie nach der letzten BuVo Wahl an der „anderen Seite“ kritisiert haben.