macht kaputt was euch kaputt macht – Google zerschlagen

google-evil
Quelle: http://osarena.net/

Klingt schon einmal gut und populistisch. Mehr aber auch nicht. Die Forderungen unseres Justizministers, nach der Zerschlagung von Google, sind leider nicht mehr als heiße Luft.

In was wollen wir das zerschlagen? Gleich richtig. Dann gibt es eine Google Suchmaschine, GoogleMail und einmal Google Drive. Und jedes für sich ist eine eigene Firma. Was wird passieren? Natürlich nichts.

Die Firmen unterstehen nicht dem deutschen Datenschutz. Und selbst die kartellrechtlichen Voraussetzungen in den USA sind ganz anders als unsere.

Und jetzt mal Butter bei die Fische. Eine Zerschlagung eines US-amerikanischen Konzerns? Bei den dortigen Datenschutzregelungen schieben die sich die Daten eh wieder hin und her. Das Schlimme dann allerdings, der User erfährt es nicht. Man muss Google nicht gut finden. Aber hier jetzt einen Buhmann hinstellen und seine populistischen Forderungen auszulassen ist genauso falsch.

Vor 2 Jahren war eine Bundesratsinitiative aus Hessen im Gespräch – keine Ahnung was daraus wurde – die auf Privatsphäreeinstellungen und deren Defaultwerte abzielte. Solche Aktionen schaffen in meinen Augen ein trügerisches Bild von Sicherheit, welche nicht vorhanden ist.

Die politische Forderung muss doch klar sein – den Menschen Medienkompetenz zu lehren, und sie in die Lage zu versetzen kompetent und selbst zu entscheiden, welche Daten sie welchem Dienst anvertrauen. Hierzu benötigt es aber von der Politik erst mal selbst die Reflexion, sich Medienkompetenz anzueignen.

Also, weiter gehen, hier gibt es nichts zu sehen außer Nebelkerzen.

 

P.S. Ich bin jetzt absichtlich nicht auf NSA usw. eingegangen.

Ein Gedanke zu „macht kaputt was euch kaputt macht – Google zerschlagen“

  1. Hallo Jan, böse Konzerne hin oder her – jeder ist selber für seine Daten verantwortlich. Wenn ich sehe was alles bei sozialen Netzen aus Spass an der Freude gepostet wird, darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann jeder alles von jedem weiss. Ein bisschen Kompetenz und Hirn in Umgang mit seinen Daten darf man doch schon von mündigen Bürgern erwarten… schliesslich dürfen diese ja schon Auto fahren und wählen

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